Schwanger in Norwegen(Blogparade)

Heute möchte ich bei der Blogparade der Citykinder Schwanger im Ausland teilnehmen.
Ich habe ja die Erfahrung von 2xschwanger in Deutschland und 2x schwanger in Norwegen und über die Schwangerschaften in Norwegen möchte ich heute schreiben.
Im Grossen und Ganzen ist es in beiden Ländern recht ähnlich. In Norwegen ist es nur so das man hier einen Hausarzt(fastlege=fester Arzt )hat der einem bei allem betreut , so auch in der Schwangerschaft, man kann dazu oder auch alleine eine Betreuung bei der Hebamme haben, da ist es wiederum so die sucht man sich nicht aus, sondern jede Gemeinde/Stadt hat angestellte Hebammen,die dann für einen zuständig ist.Da ich mit meiner Ärztin mehr als zufrieden bin, habe ich mich die gesamte Schwangerschaft von ihr betreuen lassen, ohne Hebammenbesuch, zumindest bei der letzten Schwangerschaft,bei der da vor hatte ich auch einige Hebammenbesuche,die empfand ich jetzt aber nicht als so viel besser , das ich sie das letzte Mal weg liess.
Bei einer normalen Schwangerschaft hat man 9 Untersuchungen waehrend der Schwangerschaft , die 1. in der 8-12 Woche, meist eher in der 12. Woche, danach Woche 24., bis zur Woche 36. dann alle 4 Wochen u. danach alle 2 Wochen. In der Woche 18. hat man den Ultraschalltermin, ja es gibt bei normal verlaufendender Schwangerschaft nur einen Ultraschalltermin, der dann in Ultraschallcentren durchgeführt wird, die an den Kliniken sind.
Bei den Untersuchungen passiert das selbe wie in Deutschland, von Blutdruck über Urinkontrolle usw.
Durch meine Vorgeschichte mit mehreren Fehlgeburten und da ich bei der letzten Schwangerschaft über 38.Jahre, etwas anderes ALter wie in Deutschland da zählt man mit 35 ja schon als Spätgebärend war bekam ich schon eher einen Ultraschall und zwar um die 12. Woche mit der Blutprobe zur Pränataldiagnostik.
Also wie gesagt alles bei einer normal verlaufenden Schwangerschaft, wenn dann wie bei mir so einige Probleme auftauchen wird man dann vom Hausarzt an die Spezialisten in den Kliniken überwiesen, wo dann extra Kontrollen stattfinden und gegeben falls extra Ultraschalluntersuchungen, so war ich dann im Prinzip alle 2 Wochen in der Klinik zur Kontrolle dazu wöchentliche Hausarztkontrollen(Blutdruck) und später dann wöchentlich in der Klinik und in der 35.Woche wurde ich dann stationär eingewiesen, wegen meines Blutdrucks und da die Kleine Maus im Bauch viel zu klein war.
Zur Geburt selbst ist es so das man in der Regel in der Klinik entbindet in der man auch den Ultraschall hat, in in meiner Region sind es 2 Kliniken zur Auswahl, einmal 40km nördlich oder 40km südlich, die habe ich gewählt die Universitätsklinik St.OLav in Trondheim.
Hier im Flächenland Norwegen können die Abstände schon mal etwas länger sein, was nicht so selten auch zu Geburten im Auto auf der Landstrasse führt oder nur ganz knapp die Kliniken erreicht werden. Manche Frauen gehen dann auch ab Geburtstermin in die Hotels die oft zu den Krankenhäusern gehören, wenn der Abstand zur Klinik richtig weit oder beschwerlich ist(Fähren abhängig oderso). Da ist auch ein grosses Thema hier, da immer mehr kleine Krankenhäuser geschlossen werden bzw. die Geburtsabteilungen.
Da haben wir hier Glück das wir zwischen 2 Krankenhäusern wählen können 😉 .
Hausgeburten sind geplant eher unbekannt und finden nur sehr, sehr wenig statt, selbst ambulante Geburten sind die Ausnahme.
Meine erste Geburt in Norwegen vor inzwischen 7 Jahren war eine ambulante Geburt, genau wie die 2. Geburt in Deutschland vor inzwischen fast 16 Jahren.
Auch die letzte Geburt war eigentlich wieder als ambulante Geburt gedacht, aber durch die Schwangerschaftsprobleme und die Frühgeburt, war es natürlich nicht möglich.
Meine Geburtsbericht kann man hier lesen
genau wie die Zeit auf der Neugeborenenintensiv hier.
Zusammenfassend kann ich sagen, das hier in Norwegen weniger kontrolliert wird, bei Normalverlauf, das man entspannter ist, man vielleicht einfach mehr der Natur vertraut, nicht ständig kontrolliert , aber wenns eben notwendig ist genau kontrolliert wird.Man hat weniger Wahlmöglichkeiten, sowohl was die Klinik angeht wie auch die Hebammen. Die Kliniken sind eher noch Kliniken, nicht so gemütlich wie in Deutschland die Kreisssäle.
Dafür ist die Personalsituation meist viel besser, wie überall im Gesundheitssystem in Norwegen.Angehörige sind immer willkommen und es wird immer versucht den Wünschen der Frau/Familie zu entsprechen, Familienzimmer sind Standard usw.

Der grosse Vorteil der St.Olav Klinik hier ist, das es ein Stillfreundliches Krankenhaus ist und es dort auch eine Muttermilchbank gibt, sodass die Kleinsten von Beginn an Muttermilch bekommen!

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Baby, Blogparade veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.