Interrail 2017 Tag 16-20, dag 16-20

19.7.
Heute ging es wieder Baden, diesmal aber an den Bleder See, einem der Interrail Hotspots übrigens!

Ueber dem See thront die Burg von Bled.
Der Bleder See hat 2 Bahnhöfe, von Ljubljana kommt man in nur 45min nach Lesce Bled, um dann an den See zu kommen, fährt von dort ein Bus. Der Zug hatte Verspätung und der Bus fuhr uns somit kurz vor der Nase weg, weil warten auf den Zug geht ja nicht, wiedermal ein Zeichen des slowenischen Services der sich so oft von keiner guten Seite zeigte! War jetzt nicht so schlimm, nur eine halbe Stunde warten.
In Bled gingen wir erst mal einkaufen, wir wollten dann nämlich am See picknicken. Am See gingen wir dann ins Seestrandbad, welches sehr schön angelegt ist, viel Schatten zu bieten hatte, wichtig bei diesem herrlichem Wetter. Der See bot für alle was, Plantschbecken, Rutschen oder einfach nur Schwimmen! Die Kleinste Maus hatte nach dem gestrigen Badeerlebniss heute aber gar keine Lust zum Baden und genoss einfach die Wiese, die Leute ringsherum und schlief dann auch irgendwann ein .


So genossen wir einen wunderschönen Tag am See und die Gegend um den See lädt regelrecht dazu ein, dort noch einmal hin zu kommen, da gibts es noch viel zu entdecken!
Auf dem Rückweg entdeckten wir das wir sogar 2 Stationen eher aussteigen können, da der Bahnhof dort an der Bahnstrecke entlang geht wo unsere Unterkunft zu finden war, 40Minuten Fussmarsch in der Hitze gespart, Klasse!
Dann hiess es packen , was inzwischen absolut routiniert geschah.Am nächsten Tag ging es Richtung Italien.

20.7.
Es ging also mit dem Bus Richtung Triest, für den Bus musste ich extra für Nele bezahlen, angeblich sollte sie dann auch einen Kindersitz bekommen, aber haha nix Kindersitz wie die Busbegleitung sagte, dafür durften wir dann nochmal extra für unser Gepäck bezahlen, also diese Busfahrt stand unter keinem guten Stern u. wird dann nächstes Mal, so es das den geben sollte eine andere Verbindung gesucht.Jedenfalls brauchte der Bus nur eine Stunde, an der Grenze mussten wir noch ziemlich lange auf die Passkontrolle warten und Nele schaffte die Busfahrt gerade so ohne sich zu übergeben, ihr wird im Auto immer schlecht. Jedenfalls waren wir nun in Italien!
Wir fuhren über Venedig nach Bologna, wo wir ja unser “Ersatzhotel” fanden.Das sich ausserhalb in Musiano Pian di Macina befand.
Nach dieser Strecke war dann auch unserer Interrailblatt voll, wir brauchten nun ein Extrablatt ;-).

Das Hotel befand sich in einem kleinen Ort vom Bahnhof noch 20Minuten zu Fuss, aber an einer relativ viel befahrenden Strasse ohne Fussweg, war schon recht abenteuerlich, wenn man den Fahrstil der Italiener noch dazu bedenkt. Wir fanden später einen weniger gefährlichen Fussweg !
Es war eine tolle Gegend in der Emilia-Romagna Region.

Die Landschaft einfach nur toll! Das Hotel hatte schon bessere Zeiten gesehen, aber man sah ihm an das es mal ein sehr gutes Hotel war, es war nur etwas älter geworden. Zuerst gings zur Freude der Kinder an den Pool der uns an diesem Nachmittag ganz alleine gehörte.Die kleine Maus war diesmal wieder gar nicht zu halten und wollte nur ins Wasser, kein Wunder bei den Temperaturen!
Leider hatte das Restaurant geschlossen und wir mussten wieder ein ganzes Stück laufen um ein Ristorante zu finden, aber das war es wert, so ein richtig klassisches Ristorante wo die Einheimischen essen, total kinderlieb, die Kleinsten wurden um schwärmt und das Essen war ober lecker. Für mich musste es natürlich, wenn wir schon in Bologna waren : Spaghetti Bolognese sein,ein Gedicht!

21.7.
Heute ging es dann nach Bologna, wir hatten sie ja eigentlich gar nicht geplant und waren auch gar nicht gross vorbereitet darauf , aber sie hat uns dann überrascht! Das war eine Stadt die mir persönlich am Besten gefallen hat!Die Architektur, die Atmosphäre, die Menschen das hat einfach gepasst und ich finde Bologna ist wirklich unterschätzt! Am besten , vor allem bei der Hitze sind die Arcadengaenge, die so einen tollen Schatten spenden, das wir es auch bei fast 40Grad gut ausgehalten haben.

Wir liefen einfach nur durch die Stadt, gingen in die Basilika San Petronio, der 5 grössten Kirche der Welt, die schwer bewacht wurde. Wie ich später heraus fand, da sich in ihr ein Bild Mohammeds befindet und sie damit besonders als mögliches Terrorziel gilt.
Wie überhaupt in Italien und Frankreich überall Soldaten mit Maschinenpistolen zum täglichen Bild zählen, jeder Bahnhof,jede Kirche wird fast bewacht. Ich weiss ja nicht ob das wirklich was bringt, Anschläge passieren ja gerade in diesen Ländern, die so massiv ihre Abschreckung präsentieren. Ich fühlte mich da eher bedroht wie beschützt.

Dieser Anblick von Soldaten mit Maschinengewehren führte zu vielen Fragen unserer Nr.3, warum, wieso , weshalb und soviele Fragen die wir nicht beantworten konnten, weil wir ja selbst oftmals sprachlos sind über all die Geschehnisse dieser Welt.
Wir hatten übrigens aus dem Rausschmiss Annikas aus der Kathedrale in Zagreb gelernt und lange Sachen zum Überziehen dabei, um die Kirche betreten zu dürfen!In dieser Kirche wurde dann so Einmal Jacken verkauft zum Drüberziehen, die sahen vielleicht richtig doof aus.
Wir bummelten also den ganzen Vormittag durch die schöne Stadt, picknickten im Park und assen leckeres Eis.

Hier in Bologna hat man viele alte Leute betteln sehen , im Gegensatz zu den anderen Ländern, da waren es meist jüngere Menschen. Was auch immer wieder zu interessanten Fragen und Diskussion mit Nr.3 führte, warum, weshalb und immer wieder , warum haben wir Glück  und andere nicht, wie können wir da helfen usw.. Kurz dazu :wir haben dann meist immer ein paar Münzen gespendet, gerade wenn wir ein Land verliessen machen wir es schon so, das unser letztes Kleingeld immer verschenkt wird, wie auch immer die Pfandflasche neben Mülleimern gestellt werden, am Besten sind Mülleimer die da extra Halter draussen dran haben, damit die Menschen nicht auch noch entwürdigender im Müll suchen müssen oder es wird auch schon mal Essen verschenkt.Alles Kleinigkeiten , aber auch solche kleinen Dinge können helfen.

Allerdings waren wir glaub an einem Punkt der Reise wo wir mit den Eindrücken ziemlich überfordert waren und wir uns dann über Kleinigkeiten wie: wo wir was Essen und solche Sachen so uneinig, ja stritten darüber, das wir echt überlegten ob die weitere Reise überhaupt noch Sinn macht. Aber das reinigte sozusagen wie ein Gewitter, wir klärten unsere Erwartungshaltungen ab und danach gings dann wieder gut!
Ich glaube das gehört zu einer solchen Reise, wo 5 Personen dazu noch die ganze Zeit aufeinander hängen und alle verschiedene Erwartungen und Bedürfnisse haben!Wichtig ist halt darüber zu reden und am Besten schon bevor es dann knallt!
Den Nachmittag verbrachten wir dann wieder am Pool.

22.7.
Heute gings nach Rom mit nur einem Mal Umsteigen in Florenz! Wir hatten eine Airbnb Unterkunft mitten in der Stadt, nur 30 Minuten zu Fuss vom Kolosseum, bei einem der nettesten Host die wir je hatten! Beatrice, sie rief nämlich schon am Tag vorher an, wann wir ankommen und ob sie uns abholen soll, was nicht ging da wir ja 5 Personen sind und nicht in ein normales Auto passen, jedenfalls beschrieb sie uns noch den besten Weg zur Wohnung und traf uns dann schon auf der Strasse. Wir wohnten in einem der alten grossen Blocks , wie gesagt mitten in Rom im 4.Stock, zur Freude der Kinder mit Fahrstuhl und zwar so ein alter klassischer offener mit selber Tür aufmachen usw., der wurde von unsere Nr.3 gerne und viel benutzt.
Die Wohnung war einfach nur toll und Beatrice gabs uns so viele tolle Tipps, einer der wichtigsten wo es das beste Eis gibt!Es war alles mögliche zum Essen da was wir mitbenutzten konnten, von Keksen über Cornflakes einfach toll!

Unser Blick aus dem Fenster

bunte Kueche

Da wir gegen 13.00Uhr schon da waren, gingen wir dann am späten Nachmittag zum Koloseum, welches wirklich gut zu Fuss zu erreichen war.

Eine wirklich tolle Stadt, aber heiss,heiss, heiss ein Hoch auf die Trinkbrunnen!

Fuer Mensch und Tier

Es war so eine Hitzewelle das die Stadt gezwungen war einige der Brunnen abzustellen, das erste Mal seit mehreren hundert Jahren.

23.7.
Nico nutzte wiedermal die Morgenstunden für eine Fototour, daher viele Fotos ohne Touristen.

Wir fuhren dann heute mit dem Bus zum Stadtbummeln, mit all seinen Highlights, in Rom sieht man ja an jeder Ecke eine Sehenswürdigkeit und so gingen wir auch ohne grossen Plan durch die Stadt.Mittags wurde es dann aber so warm, das wir lieber zurück in die Wohnung gingen.
Ich machte mich dann auf die Suche nach einem Waschsalon, das war dei Einzige Nachteil an der Airbnb Wohnung, die hatte keine Waschmaschine.So kam ich dann aber in den schönen Stadtteil Trastevere und wusste sogleich was wir am nächsten Tag erkunden werden.

In der Waschmaschine A steht unsere Waesche.

Nicht so einfach einen Münzwaschsalon zu finden und selbst der ist bedient, also einer der hilft wenn Fragen sind, oder auch die Wäsche macht, wenn man nicht da warten will.
Von Rom sollte es ja nach Paris gehen, eigentlich kein Problem Zug mit einmal umsteigen. Leider waren das reservierungspflichtige Züge und die waren für Interrailer komplett ausgebucht, es ist immer nur ein bestimmtes Kontingent für Interrailer, vor allem in den französischen Zügen. Also hiess es wieder um planen und diesmal richtig, da unsere gebuchten Wohnungen dann auch alle nicht mehr passten von der Zeit her. Also kurz die Karte studiert u. überlegt was wir als nächstes wollten und so kamen wir auf noch ein bisschen Strand und Meer, dazu noch reservierungfreie Züge, also würde unsere nächste Station Nizza werden und von dann nach Paris. Also schnell in Nizza und Paris eine Airbnb Wohnung gesucht und auch tolle gefunden. Wie wir dann von Paris weiter wollten, haben wir erst später überlegt. Schon genial die Interrail Flexibilität!

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